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Literatur: Die Mark Brandenburg, Johannes Schultze, Band 1 bis 5

Geschichte unserer Heimat, der Mark Brandenburg
Markgraf Woldemar Alleinherrscher von 1317 bis 1319

Eigentlich war Woldemar schon 1309, nach dem Tod seines Schwagers Johann Alleinherrscher über die Mark. Damit war auch die Einheit der Mark wieder hergestellt.
Mit dem Templiner Abkommen im November 1317 wurde Frieden geschaffen. Ees war die Abrechnung der letzten Kriegsjahre. Das Land Stargard ging endgültig verloren, eine Verbindung zur Ostsee zu bekommen wurde aufgegeben. Viele Grenzburgen gingen verloren, viele Gebiete in der Prignitz wurden verpfändet und gingen auf Dauer verloren. Gewinner waren vor allem die Mecklenburger, die ihr Territorium abrunden konnten und die Dänen. Bedenkt man, dass sich im Norden und Süden alle gegen Brandenburg verbündet hatten, ist das Ergebnis noch recht Gut, es hätte viel schlimmer kommen können. Die Nachbarn, die sich vorher bereitwillig dem Bündnis gegen Brandenburg angeschlossen hatten setzten nun auf Freundschaft und Hilfe. 1318 übertrug König Ludwig erneut die Stadt Lübeck als Lehn für die nächsten 12 Jahre an den Brandenburger. Das brachte immerhin 600 Pfund im Jahr als Einnahmen.

1319 traf sich Woldemar in Pasewalk mit dem Herzog Otto von Stettin. Es kam zum Landtausch. Woldemar bekam das Land Sternberg mit den angrenzenden Gebieten Züllichau, Schwiebus, Liebenau, Bentschen und Tirschtiegel gegen den Verzicht auf Krossen und Sagan. Allerdings enthielt der Vertrag eine Klausel in der diese Gebiete an die Schlesier gehen sollte, falls Woldemar kinderlos, ohne Nachkommen sterben sollte.

Kurz danach Am 14. August 1319 verstarb Woldemar, 40 jährig, plötzlich in Bärwalde. Er wurde in Chorin beigesetzt. Seine Lieblinsaufenthaltsorte waren Spandau und Tanghermünde. Damit endete die askanische Herrschaft in Brandenburg

Durch die riesigen Kriegsausgaben war zur Todeszeit Woldemars die markgräfliche Finanzwirtschaft am Boden.
Das Erlöschen des ruhmreichen Herrscherhauses der Askanier in einer Zeit, in der Friedensschlüsse mit allen Nachbarn eine friedliche Zukunft zu sichern schien, war der schwerste Schicksalsschlag den die Mark treffen konnte. Der Tod dieses Herrschers weckte ringsum bei den Nachbarn Begehrlichkeiten. Im inneren führte es zur Auflösung von Zucht und Ordnung Die Mark Brandenburg bis dahin ein starkes politisches Subjekt, wurde im folgenden Jahrhundert in Folge des Verlustes des Herrscherhauses ein bedauernswertes politisches Objekt. Wäre Woldemar nicht so früh gestorben, wäre ein Kandidat des damals mächtigen Brandenburgers, auch ein Kandidat für den Königsthron gewesen. Dann hätte die Geschichte der Mark Brandenburg sicher einen anderen - besseren Verlauf genommen.

Flash-Karte der Mark Brandenburg von 1319, zum Ende der Askanischen Herrschaft

Gebiete die nicht der askanischen Landesherrschaft unterstanden

Das Territorium unterschied sich in zwei Gruppen: kirchlicher und weltlicher Besitz.
Bei dem Kirchlichen Besitz handelte es sich um die drei Bistümer Brandenburg, Havelberg und Lebus. Die Bistümer besaßen Landgebiete, dem Charakter nach Reichsgüter. Wie der Markgraf waren die Bischöfe selbstständige Reichsfürsten.
Eine einzigartige Erscheinung im Bereich der Mark Brandenburg sind eine Anzahl weltlicher Herrschaften, die sich im Gebiet nördlich des Rhin- und Havelländischen Luchs: Prignitz, Land Ruppin und Ländchen Friesack verteilen. Sie sind überbleibsel aus dem Eroberungskreuzzug von 1147.

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