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Literatur: Die Mark Brandenburg, Johannes Schultze, Band 1 bis 5

Geschichte unserer Heimat, der Mark Brandenburg
Die Mark unter den Söhnen Johanns des I. und Ottos des III. von 1267 bis 1281

Die beiden Teile wurden von den jeweiligen Söhnen gemeinsam verwaltet. Somit gab es 6 Markgrafen:
Johann II. († 1281)
Otto IV. († 1308) und
Konrad I. († 1304) als Söhne Johanns I. sowie
Johann III. († 1268)
Otto V. der Lange († 1298) und
Albrecht III. († 1300) als Söhne Ottos III.

Die Söhne hatten den Unternehmergeist der Väter geerbt und haben alles dazu beigetragen, Ruhm und Ansehen des Hauses noch weiter zu steigern.

a) Die Vorgänge östlich der Oder

1267 tauschten die Söhne Johanns den Bereich Königsberg gegen Löwenberg ein. Das Königsberger Gebiet sollte die Verbindung mit der Uckermark herstellen als auch den Weg Oder abwärts sichern.
1269 unterstellt sich der Herzog Mestwin von Ostpommern mit seinen Besitz ihrer Lehnshoheit.
1269 erobert Otto der Lange die Burg Zielenzig und plünderte die von Herzog Boleslaw von Polen befestigte Stadt Meserlitz
1270 eroberten die Askanier die Burg Driesen, 1273 kam das Land Stolp als Lehen hinzu, 1277 kauften die Askanier Rügenwalde und hatten damit einen Zugang zur Ostsee.
Abrundungen des neumärkischen Besitzes erzielten die Brüder durch Eintausch von Burg und Stadt Schildberg (Soldin) gegen Boitzenburg und den gleichzeitigen Kauf des Landes Lippehne im Uckerland.

b) an den Grenzen zu Mecklenburg und Magdeburg

Die nördliche Prignitz war den Söhnen Ottos III. zugefallen, ebenso das Land Stagardt.
1275 viel die Stadt Parchim endgültig an die Askanier, gleichzeitig kamen das Land Perleberg und vereinzelte Besitzungen im Bezirk Lenzen hinzu. Damit besaßen die Askanier die Landesherrschaft im ganzen Raum der Prignitz mit Ausnahme der bischöflichen Lande.
1276 eroberte Otto V. die Städte Wesenberg und Prenzlin, die seitdem dem Land Stargardt eingegliedert wurden.
Am 1. Mai 1272 unterzeichneten der Erzbischof Konrad von Sternberg, der Herr Slawiens: Nikolaus von Werle, Graf Grenzlin von Schwerin, Heinrich von Mecklenburg, Wizlaw von Rügen und Woldemar von Rostock ein Bündnisvertrag gegen die Brandenburger, der allerdings nie umgesetzt wurde.

Bereits hier zeichnete sich die Gegnerschaft ab, die sich allgemein gegen alle Brandenburger bei ihre Nachbarn bildete aus Neid und Besorgnis vor den Großen Erfolgen der Markgrafen und wegen ihres anspruchsvollen Auftretens.

Die Beziehungen zum Erzstift Magdeburg waren von 1270 bis 1283 mehr als angespannt. Es kam ständig zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Anlass war das Ziel der Askanier, einen Sohn Johanns I. : Erich (gebohren 1242) auf den Erzstuhl in Magdeburg zu setzen. Im Sommer 1283 war das Ziel erreicht, der Brandenburger Erich erhielt die Weihe zum Erzbischof von Magdeburg! Damit endeten die kriegerischen Auseinandersetzungen.

c) Beziehungen zu Thüringen und Böhmen.

Otto der V. der Lange hatte sich 1270 mit Jutta von Henneberg vermählt, sie wurde später nach 1291 Erbin des Koburgischen Teiles der Grafschaft Henneberg.
Markgraf Otto III. Hatte enge Freundschaft und Waffenbrüderschaft mit seinen Schwager Ottokar II. von Böhmen verbunden. Die Verbundenheit übertrug sich auch auf die Brüder und der böhmischen Heimat sehr zugetanen Mutter Beatrix auch auf ihre Söhne, insbesondere auf Otto dem Langen. Otto V. wurde nach dem Tode Ottokars II. zum Vormund Wenzels und Statthalter von Böhmen für 5 Jahre ernannt. Otto der Lange hatte besondere Vorteile aus der Vormundschaft erlangt. Dazu zählt der Verzicht des Böhmerkönigs auf die Lehnshoheit der Oberlausitz (Bautzen, Göritz), welche die Askanier seit der Heirat Ottos III. zunächst als Pfand, dann als böhmisches Lehen besaßen.

Am 10. September 1281 Starb der älteste Markgraf Johann II. Er wurde im Hauskloster Chorin begraben. Er hatte mit Hedwig von Werle 2 Söhne: Konrad II. und Johann, der geistlicher war. Beide erlangten keine Bedeutung.

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